Deine Website wird bei Google nicht gefunden – oder nur die Startseite, aber nicht die neuen Leistungsseiten? Meist steckt eine von wenigen Ursachen dahinter, und fast alle lassen sich mit Bordmitteln von Google prüfen.
Wir gehen hier acht Ursachen durch, jeweils mit einem „So prüfst du es“. Du brauchst dafür vor allem die kostenlose Google Search Console; wie du sie einrichtest, steht in unserer Anleitung zur Google Search Console. Am Ende zeigen wir, was bei unserer eigenen Website nach dem Relaunch schieflief.
Erst prüfen: Ist die Seite überhaupt im Index?
Zwei schnelle Tests:
- site:-Abfrage: Gib bei Google „site:deinedomain.de“ ein. Erscheinen Ergebnisse, ist deine Website im Index. Google weist aber darauf hin, dass diese Abfrage nicht unbedingt alle indexierten Seiten zeigt.
- URL-Prüftool: Zuverlässiger ist die URL-Prüfung in der Search Console: Sie zeigt für jede einzelne Seite, ob sie indexiert ist und wann Google sie zuletzt gecrawlt hat.
Den Gesamtüberblick liefert der Bericht zur Seitenindexierung. Zur Einordnung: Laut Google musst du nicht erwarten, dass jede URL indexiert ist – entscheidend sind die wichtigen Seiten.
8 Ursachen, warum deine Website bei Google nicht gefunden wird
1. Ein „noindex“ sperrt die Seite aus
Mit der Anweisung „noindex“ bittet eine Seite Google, sie nicht in die Suchergebnisse aufzunehmen. Google entfernt sie dann vollständig, auch wenn andere Websites darauf verlinken. Ein Klassiker bei WordPress: Unter „Einstellungen“ → „Lesen“ ist das Häkchen „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ aus der Bauphase noch gesetzt. Seit Version 5.3 erzeugt WordPress damit genau so eine noindex-Anweisung.
So prüfst du es: Im Indexierungsbericht steht dann der Grund „URL als ‚noindex‘ markiert“, im URL-Prüftool siehst du, was Google beim Crawlen vorgefunden hat. Schau auch in dein SEO-Plugin, ob einzelne Seiten oder ganze Bereiche auf „noindex“ stehen.
2. Die robots.txt blockiert Google
Die robots.txt ist eine kleine Textdatei (deinedomain.de/robots.txt), die Crawlern sagt, welche Bereiche sie nicht abrufen sollen. Tückisch: Laut Google ist sie kein Mittel, eine Seite aus der Suche herauszuhalten – blockierte Adressen können trotzdem erscheinen, nur ohne Beschreibung. Und auf einer gesperrten Seite kann Google ein noindex gar nicht lesen.
So prüfst du es: Ruf die robots.txt im Browser auf. Eine Zeile „Disallow: /“ unter „User-agent: *“ sperrt die ganze Website. Der robots.txt-Bericht der Search Console zeigt, welche Datei Google gefunden hat und ob es Fehler gab; nach einer Korrektur forderst du dort einen neuen Abruf an. Im Indexierungsbericht heißt der Grund „URL wird von der robots.txt-Datei blockiert“.
3. Es führen keine internen Links zur Seite
Google findet Seiten laut eigener Dokumentation vor allem über Links von Seiten, die es schon kennt. Deshalb sollte jede Seite, die dir wichtig ist, laut Google von mindestens einer anderen Seite deiner Website verlinkt sein.
So prüfst du es: Erreichst du jede wichtige Seite über Menü, Übersichtsseiten oder Textlinks? Zeigt deine Blog-Übersicht Seitenzahlen, oder enden ältere Beiträge im Nichts? Und: Google liest Links laut eigener Doku nur zuverlässig aus, wenn sie als normaler HTML-Link mit Zieladresse umgesetzt sind.
4. Die Sitemap fehlt oder ist fehlerhaft
Eine Sitemap listet Google deine Seiten auf. Für kleine, gut verlinkte Websites ist sie laut Google nicht zwingend – aber wenn es eine gibt, sollte sie stimmen. Nach Umbauten liefert sie manchmal einen Fehler oder einen veralteten Stand.
So prüfst du es: Öffne die Sitemap-Adresse (du findest sie in deinem SEO-Plugin) im Browser: Lädt sie, und stehen deine neuesten Seiten drin? Im Sitemaps-Bericht der Search Console sollte „Erfolgreich“ stehen. „Konnte nicht abgerufen werden“ heißt, dass Google die Datei nicht laden konnte.
5. Die Website ist einfach noch neu
Laut Search-Console-Hilfe kann es etwa eine Woche dauern, bis Google eine neue Seite oder Website crawlt und indexiert. Manche Änderungen wirken laut Google nach wenigen Stunden, andere erst nach mehreren Monaten. Nach einem Relaunch mit neuen Adressen kommt hinzu: Alte URLs sollten per 301-Weiterleitung auf die neuen zeigen, sonst laufen Besucher und Google ins Leere.
So prüfst du es: Im URL-Prüftool siehst du, ob Google die Seite schon kennt. Für wichtige neue Seiten kannst du „Indexierung beantragen“ – das ist pro Tag begrenzt und garantiert laut Google keine Aufnahme. Im Indexierungsbericht zeigen sich vergessene Weiterleitungen als „Nicht gefunden (404)“.
6. Duplikate: Google wählt eine andere Seite
Gibt es dieselben Inhalte unter mehreren Adressen – mit und ohne „www“, über http und https, mit Tracking-Parametern oder als fast gleiche Seiten –, wählt Google eine Version als maßgeblich („kanonisch“) aus. Doppelte Inhalte sind laut Google ineffizient, führen aber nicht zu einer manuellen Maßnahme. Weiterleitungen und das Canonical-Tag sind für Google starke Signale, welche Adresse gelten soll.
So prüfst du es: Das URL-Prüftool zeigt die „von Google ausgewählte kanonische URL“. Im Indexierungsbericht tauchen Gründe wie „Duplikat – vom Nutzer nicht als kanonisch festgelegt“ auf. „Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag“ ist dagegen laut Google in Ordnung.
7. Google kennt die Seite, nimmt sie aber (noch) nicht auf
„Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ heißt laut Google: Die Seite wurde abgerufen, aber nicht aufgenommen. Sie kann später noch indexiert werden, erneut einreichen musst du sie nicht. „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“ heißt: Google kennt die Adresse, hat sie aber noch nicht gecrawlt – meist wurde das Crawlen verschoben, um die Website nicht zu überlasten.
Ob eine Seite aufgenommen wird, ist aber nicht nur Technik: Googles Systeme sollen hilfreiche, für Menschen geschriebene Inhalte bevorzugen.
So prüfst du es: Lies die betroffenen Seiten mit den Augen eines Kunden: Beantwortet die Seite eine echte Frage? Bietet sie etwas, das es auf deiner Website nicht schon gibt? Ist sie gut verlinkt (siehe Ursache 3)? Welche Fragen deine Kunden wirklich stellen, findest du mit diesen sieben Wegen zu Content-Ideen.
8. Eine manuelle Maßnahme
Stellt ein Prüfer bei Google fest, dass Seiten gegen die Spam-Richtlinien verstoßen, können sie niedriger eingestuft oder ganz aus den Ergebnissen entfernt werden. Laut Google erkennen seine Systeme Spam allerdings meist automatisch; manuelle Maßnahmen ergänzen das.
So prüfst du es: Der Bericht „Manuelle Maßnahmen“ in der Search Console zeigt, ob etwas vorliegt; zusätzlich benachrichtigt dich Google im Nachrichtenbereich. Nach der Behebung stellst du einen Antrag auf erneute Überprüfung – Google rechnet mit mehreren Tagen bis Wochen.
Ein Beispiel: unsere eigene Website nach dem Relaunch
Bei unserer eigenen Website haben wir mehrere dieser Ursachen erlebt. Nach dem Relaunch am 4. Oktober 2026 lieferte die Sitemap wegen einer Umstellung der Permalinks (der Adressstruktur) kurzzeitig einen 404-Fehler. Am 5. Oktober war das behoben.
Mitte Oktober zeigte der Indexierungsbericht 19 indexierte Seiten und 46 mit dem Status „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“. Bei der Suche nach den Gründen fanden wir unter anderem: Die Blog-Übersicht zeigte keine Seitenzahlen, ältere Beiträge waren also kaum erreichbar, und 28 Beiträge hatten keinen einzigen internen Link. Beides haben wir am 15. Oktober behoben. Außerdem war die Beitrags-Sitemap durch den Cache eines Plugins eine Zeit lang eingefroren und zeigte neue Beiträge nicht an – behoben am 20. Oktober.
Wie schnell Google die Seiten jetzt aufnimmt, sehen wir in den kommenden Wochen. Unsere Lehre: Nach jedem Umbau Sitemap und Indexierungsbericht in den ersten Wochen regelmäßig ansehen und jeden neuen Beitrag mindestens einmal intern verlinken.
Experten-Tipp: Trag dir nach jedem Relaunch drei Adressen in den Kalender ein: deine robots.txt, deine Sitemap und eine zufällige ältere Unterseite. Öffne alle drei am Tag danach und eine Woche später im Browser. Ein Fehler, den du nach einem Tag findest, kostet dich ein paar Tage – einer, den du nach zwei Monaten findest, zwei Monate.
Fazit
Fehlt eine Website bei Google, liegt es selten an „dem Algorithmus“, sondern meist an einer prüfbaren Ursache: Sperren, fehlende Links, eine kaputte Sitemap, zu wenig Zeit, Duplikate oder dünne Inhalte. Sind die Seiten im Index, folgt die Feinarbeit, damit dich Kunden in deiner Stadt finden – Schritt für Schritt in unserer Checkliste für lokale SEO. Und wenn du deine Website lieber gemeinsam neu aufstellen willst, passend zu deinen Inhalten, sprich mit uns als Content- und Marketing-Agentur aus Ludwigshafen.
Quellen
- Google Search Central (aktualisiert 10.12.2025): Suchoperator „site:“
- Search Console-Hilfe: URL-Prüftool
- Search Console-Hilfe: Bericht zur Seitenindexierung
- Google Search Central (aktualisiert 10.12.2025): Indexierung mit noindex blockieren
- WordPress.org Documentation: Settings Reading Screen (Search Engine Visibility)
- Google Search Central (aktualisiert 10.12.2025): Einführung in robots.txt
- Search Console-Hilfe: robots.txt-Bericht
- Google Search Central (aktualisiert 10.12.2025): SEO-Leitfaden für Einsteiger
- Google Search Central (aktualisiert 10.12.2025): Best Practices für Links
- Google Search Central (aktualisiert 10.12.2025): Was ist eine Sitemap?
- Search Console-Hilfe: Sitemaps-Bericht
- Google Search Central (aktualisiert 10.07.2026): Kanonische URLs angeben
- Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen
- Search Console-Hilfe: Bericht „Manuelle Maßnahmen“
- Google Search Central (aktualisiert 28.08.2026): Spam-Richtlinien für die Google-Websuche
Stand: 20. Oktober 2026. Überarbeitete Fassung eines Artikels vom April 2026.
